Freitag, März 30, 2007

berauscht vom schönen gesang der sirenen, vergaß odysseus einen augenblick lang seine mietrückstände für die villa im heimatlichen ithaka.

Montag, März 26, 2007

Freitag, März 23, 2007

was mir fremd ist: menschen, die gegen systeme kämpfen, weil sie meinen zu wissen wie sie funktionieren und dann auch noch visionen für ein zukünftiges, besseres system haben. systeme! mein neues shampoo behauptet ebenfalls, ein wirkungsvolles system zu besitzen, ja, eine spezielle formel gar, die das haar reinigt und befreit, aber es brennen und tränen mir nur die augen, blind torkel ich aus der dusche.

Dienstag, März 13, 2007


noch im hohen alter wusste christoph kolumbus mit seinen fähigkeiten zu beeindrucken: von seiner stammkneipe "la paloma" westwärts einen neuen heimweg suchend, entdeckte er auf halbem wege die "bodega del puerto", welche er irrtümlich für das "el toro" hielt.

Sonntag, März 11, 2007

generation paläolithikum¹


¹ jetzt mit steinzeit-verträgen!

Freitag, März 09, 2007

gerade beim löschen alter sms-nachrichten feststellen müssen, dass ich dem adac-pannennotdienst freundschaftlich duzend* auch einen guten rutsch und ein frohes neues! gewünscht habe.

* wikipedia weiß zu berichten, dass der trend zum duzen in deutschland zunimmt, während die alten formen des "ihrzens" und "erzens" größtenteils abgekommen sind. die kunst des "zazens" wiederum sei aus wissenschaftlicher sicht ein schwierig zu erforschendes thema.

Mittwoch, März 07, 2007


geschäftsführerin non-food


kommunikationsleiter frozen-food

Montag, März 05, 2007

folgendes könnte von dem spaziergang, den ich heute unternahm, notiert werden: wie ich auf die straße trat, kam mir der märzmorgen frühlingsfrisch entgegen, die häuser blickten im großen und ganzen renoviert und gründerzeitlich auf die straßen herab und die läden für tand reihten sich scheinbar zwanglos neben die geschäfte für trödel.

einmal in bewegung, promenierte ich an reichlich vorhandenen super- wie an wöchentlich erscheinenden wochenmärkten vorbei, schlenderte um abkürzungen herum und kam auf diesen wegen direkt zu einem frisörsalon, welcher von angestellten und freiberuflern sowie teil- und vollzeitkräften aus funk und fernsehen frequentiert wurde, offensichtlich weil hier der mode entsprechende frisuren angeboten wurden. ich stellte mich eine weile glotzend vor die scheibe, und es waren auch einige charakterköpfe zu sehen, die ihre haare dort frisieren, färben und voraussichtlich auch föhnen ließen.

ich stapfte und stiefelte mich dann weiter in eine schöne spazierlaune hinein, welche mir so prächtig stand wie das schuhwerk, in denen ich mich erging, und an einer ampel, an der allerhand pausenmacher, tütenträger und kinderwagenschieber standen, an einer ampel also begegnete mir zaghaft herr wankel, ein mann von kompromissloser unentschlossenheit, den ich freundlich und ausgiebig grüßte. seine zauderei ist mir stets eine heimliche freude, denn wenn es gilt, entscheidungen zu treffen, ziele auch ich verläßlich daneben, und türmen sich möglichkeiten gleich mehrfach vor mir auf, gerate ich ins schwanken bzw. schwimmen, eine eigenschaft mithin, deren folgen oftmals andere für mich ausbaden müssen.

müßig setzte ich meinen spazier- wie gedankengang fort, der sich gerade mit dem gerahmten nichts zwischen zwei häusern beschäftigte, aus dem manierlicher vogellärm drang und wo vermutlich schon bald ein neues haus nachwachsen würde. ich dachte ungefähr folgendes: mag die sprache ruhig das haus sein, in dem man wohnt, im freien ist es doch viel schöner und die natur ist voll eigener, rätselhafter, und deshalb schöner sätze. -

auf dem wochenmarkt orderte ich einiges an bravem gemüse und war wahrscheinlich schon im begriff, nach hause zu gehen, als ich herrn professor krämer von der wissenschaftlichen wirtschaftsfakultät sah, ein bilanzpolitiker von ziemlichen weltruf und virtuose auf den gebieten der nationalen wie internationalen rechnungslegung. bei herrn professor hatte ich früher das interne und externe rechnungswesen studiert, zwei wesen übrigens, die strikt voneinander zu trennen sind, was mir gut gefiel, da mein eigenes wesen die grenzen zwischen innen und außen nur allzuoft über den haufen wirft und ich mir doch letzteren später zu verdienen hoffte.

ich erinnerte mich, dass, während professor krämer damals dozierte und dabei ungelenk an die tafel kritzelte, ich mir meine zukunft in prächtigen farben ausmalte: als finanzjongleur und zahlendompteur erster güte, so plante ich, würde ich mir bei frühstückskartellen den wanst vollschlagen, um gleich darauf im kontor aufs emsigste zu konsolidieren oder zu fusionieren, während ich am nachmittag unternehmungen zu konglomeraten komplementierte beziehungweise kommanditierte. beizeiten pflegte ich auch ein milliönchen in den stillen reserven zu verstecken, um schließlich die kriegskassen für bevorstehende feindliche übernahmen zu füllen. geldquellen erschlösse ich im großen stil, so dass es nur so spritzte und sprudelte, und mit dem frischen kapital salbte ich die substanz des unternehmens, deren wahrer wert irgendwo zwischen den zwei wesen von interner und externer rechnung verborgen lag.

inzwischen aber ist mein idealismus dahin, das thema finanzjongleur ist abgefrühstückt, stattdessen lese ich nun bücher oder gehe spazieren.