Montag, Juni 12, 2006


günther tacke, portraitzeichner aus mülheim an der ruhr, fühlte es ganz deutlich: soeben waren die künstlerischen mächte der natur selbst, das apollinische und das dionysische, unmittelbar und ohne sein zutun in ihm hervorgebrochen, so dass er bei seiner letzten arbeit nicht mehr individuell schöpfender künstler, sondern - die grenze zwischen schaffendem und gegenstand verwischend - selbst ganz kunstwerk geworden war.

21 Comments:

Anonymous Der Texttourist said...

Ist Günther Tacke möglicherweise ein Bodybuilder geworden/gewesen?

12:01 vorm.  
Blogger undundund said...

neinnein. künstler natürlich.

12:09 vorm.  
Blogger undundund said...

sie hatten wohl hieran gedacht.

12:13 vorm.  
Anonymous der texttourist said...

Sehr richtig, Herr Und³.
Immerhin ist so ein Bodybuilder ja irgendwie Künstler und Kunstwerk zugleich. So eine Endosymbiose, nur auf künstlerischen Ebene.

12:33 vorm.  
Anonymous eon said...

Der erhabene Blick von Hernn Tacke sagt alles!

10:25 vorm.  
Blogger Patrick said...

Freihand ist das aber nicht ...

12:01 nachm.  
Blogger undundund said...

sehr genau beobachtet, herr eon.

und stimmt, so ganz ohne hilfmittel ging es nicht. (aus ökonomischen gründen wurde der kreis übrigens wiederverwendet)

12:10 nachm.  
Anonymous Michael said...

Künstlich schöpfender Individualist möglicherweise?

12:12 nachm.  
Blogger undundund said...

neinnein. künstler halt.

12:21 nachm.  
Blogger Oles wirre Welt said...

Die Geburt eines Porträtgenies aus dem Geiste der Musik im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit?

1:38 nachm.  
Blogger F said...

Wie von selbst kreierte er nebenbei noch den goldenen Schnitt.

1:46 nachm.  
Anonymous Günther Tacke said...

Es wird sie vielleicht interessieren, dass unter all den künstlerischen Mächten der Natur ein Fläschchen Schwarze Mädchentraube, mir von meiner ungeliebten und boshafte Nichte Rike zum 63sten überreicht und nur getrunken, weil ich nichts anderes im Hause hatte, an dem Kunstwerk nicht ganz unbeteiligt war.

1:56 nachm.  
Blogger Schwarzes Schaf said...

Symmetrie ist ja bekanntlich eine gute Voraussetzung für ein schönes Gesicht.

2:27 nachm.  
Blogger undundund said...

"[...] unter besonderer berücksichtigung des zwölffingerdarms alban bergs" muss es natürlich vollständig lauten, glaube ich, ole.

wobei, herr f, sie mit dem goldenen schnitt nicht ganz richtig lagen, obwohl tacke, wie er in künstlerkreisen genannt wird, ein außerordentlich vielseitig begabter künstler ist und sich deshalb auch auf und innerhalb von blättern stilsicher bewegen kann.

und sie herr tacke, schön, dass sie sich persönlich zu wort melden. ich muss mich ja sonst immer auf die meldungen meines tip-nachrichtendienstes verlassen. aufgrund der form des kunstwerkes hatte ich schon vermutet, dass gewisse rauschmittel im einsatz waren. gruß auch an mike und dike im hause güntherfried!

2:33 nachm.  
Blogger undundund said...

symmetrie. ja. schau mal: erster eintrag bei google.

2:39 nachm.  
Blogger kein einzelfall said...

Leicht gekränkt reagierte Günther Tacke allerdings, wenn im angelsächsischen Raum die Sprache auf ihn kam: "Täcki" war alles Andere als große Kunst.

7:19 nachm.  
Blogger undundund said...

das musste ich jetzt aber erst mal nachschlagen, frau k.e.

12:48 vorm.  
Anonymous Mlle Händel said...

angesichts des regen Zulaufs hier und der reflektierten Rezeption des Publikums würd ich mir das mit ebay ja echt überlegen. Wenn Täcki einverstanden ist, natürlich

11:02 vorm.  
Blogger kein einzelfall said...

(@andandand: Falls Sie bei der Schlägerei nicht fündig geworden sind, ziehe ich den zugegeben billigen, schäbigen und geschmacklosen Kommentar gern zurück.)

8:00 nachm.  
Anonymous Moewenglanz said...

Großartige Pinselführung. Auftragsarbeit?

8:06 nachm.  
Blogger undundund said...

janee, frau k.e. war schon fündig geworden.

und ja: auftragsarbeit.

11:26 nachm.  

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