Mittwoch, März 01, 2006


nachdem ihm am späten vormittag nach langem mühen endlich die formulierung des kategorischen imperativs geglückt war, wartete immanuel kant - froh ob dieses erfolges - auf nachbarin gerda, die ihm jetzt schon gut über zwei jahre hinweg mit gesangsunterricht den nerv geraubt hatte, um just im richtigen moment mit energischem schwung eine beträchtliche menge fauligen blumenwassers auf ihre frisch frisierten haare zu schütten.

17 Comments:

Blogger kein einzelfall said...

Wobei er ihr grinsend erklärte,so möchte vielleicht zu erklären sein, warum sonst artige Mannspersonen sich bisweilen die Freiheit nehmen, durch den kleinen Mutwillen ihrer Scherze feine Anspielungen durchscheinen zu lassen.

11:07 nachm.  
Blogger undundund said...

was auch kaum einer weiß: den sohn, den er mit seiner magd zeugte, nannte er maxim.

11:20 nachm.  
Blogger kein einzelfall said...

Maxim. Und die Töchter, die er kategorisch nicht hatte, nannte er Lolo, Dodo, Joujou,
Clocio, Margot, Froufrou ...

12:08 vorm.  
Anonymous kein einzelfall said...

Oh peinlich, da habe ich ihn eben mit Jopie Heesters verwechselt. Diese Hundertjährigen aber auch!

12:14 vorm.  
Anonymous Rabe said...

Macht ihn doch irgendwie gleich sympathischer …

12:31 vorm.  
Blogger mspro said...

jaja, die Engländer haben da schon recht:
Kant ist irgendwie ganz schön hintervotzig...

11:23 vorm.  
Blogger Oles wirre Welt said...

Und als ihn ein brillanter Kopf aufsuchte, um ihm revolutionäre Wandlungen möglicher Denkrichtungen zu präsentieren, krächzte er "Wurst! Er soll noch Wurst kaufen!"

11:49 vorm.  
Anonymous Opaz said...

Und du meinst, der Dativ hätte ihn genau so geärgert, den Immanuel?

12:08 nachm.  
Blogger undundund said...

öhm.

12:23 nachm.  
Anonymous Opa said...

Gerda, die ihn ... den Nerv geraubt ...

9:41 nachm.  
Anonymous sabbeljan said...

Ein Erlebnis Kants

Eines Tags geschah es Kant,
daß er keine Worte fand.

Stundenlang hielt er den Mund,
und er schwieg - nicht ohne Grund.

Ihm fiel absolut nichts ein,
drum ließ er das Sprechen sein.

Erst als man zum Essen rief,
wurd' er wieder kreativ,

und er sprach die schönen Worte:
"Gibt es hinterher noch Torte?"

(Robert Gernhardt)

11:32 nachm.  
Blogger undundund said...

oh, stümmt. dem akkusativ war gerade langweilig.

und, herr sabbeljan, ein schönes gedicht, was sie da zitieren. so in ungefähr stelle ich mir auch kant vor.

9:33 vorm.  
Blogger Oles wirre Welt said...

ein zurecht bekan(n)t gewordenes Stück Poesie.

11:14 vorm.  
Blogger undundund said...

das tortenstück?

ps: vielleicht sollte es mal kant-kekse geben. knochentrocken beim ersten reinbeißen, später aber, nach wiederholtem verzehr, fängt man an, die feinen geschmacks-nuancen zu schätzen. "oh, die bedingung der möglichkeit dieses keks-krümels hat etwas leicht transzendentales."

womit bewiesen wäre, dass kant sehr viel mehr mit dem krümelmonster gemeinsam hat, als bisher angenommen.

ob ich wohl mal urlaub brauche?

1:22 nachm.  
Blogger Oles wirre Welt said...

Das Krümelmonster bin übrigens ich. Aber das darf ich niemandem verraten. Sonst werden einige wieder misstrauisch. Solange die dicke Frau noch singt, ist die Torte nicht am Ende.

3:03 nachm.  
Blogger Oles wirre Welt said...

Urlaub ist sicher ne Idee. Wär ich auch für.

3:03 nachm.  
Blogger undundund said...

solange die dicke frau noch ißt, ist die pause nicht zu ende.

re: urlaub. das muss ich in letzter zeit im fremdwörterlexikon nachschlagen.

3:31 nachm.  

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