Samstag, Februar 04, 2006

nichts als missgunst und unverständnis erfuhr bahnhofsuhr hedwig. den musen zugeneigt, sensibel und von künstlerischer natur, war sie der zeit mit ihrer arbeit immer ein stück weit voraus, wobei ihr bislang jedoch die breite gesellschaftliche anerkennung verwehrt blieb. hier aber war sich hedwig gewiss: ihre zeit würde kommen, ja, sie würde kommen.

8 Comments:

Blogger kein einzelfall said...

Diese Zuversicht schoepfte sie zu jeder vollen Stunde, wenn bei Ostwind die Klsenge ihrer Kollegin und Namensvetterin, die als Kathedrale taetig war, herueberwehten.

10:40 nachm.  
Anonymous Opa said...

Mich hingegen deucht es eher, Hedwigs geistiger Zeitzug ist bereits abgefahren. Was du so trefflich beobachten konntest, war nicht mehr als eine letzte Zeitanzeige, ein letztes Aufbäumen, finales Umsich-Striken gegen die Auslagerung des Bahnhofs nach Polen, wo die Bahnhofsuhren noch schneller das Wachstum der Ewigkeit sichtbar werden lassen. Kostengünstig und mit digitalem Display ...

9:42 vorm.  
Anonymous burnster said...

Die Revolution naht..

7:25 nachm.  
Blogger undundund said...

steht da bei ihnen eine hedwigs-kathedrale in der nähe, frau k.e.?

und opa: hedwig ist schweizerin.

9:29 nachm.  
Blogger Oles wirre Welt said...

Allerdings krankte sie am Wahn, ständig am Puls der Zeit sein zu müssen, und dem Zeitgeist unentwegt Paroli zu bieten.

10:25 vorm.  
Anonymous Opa said...

Was freilich nichts an meiner Aussage ändert, außer daß es sich nun sogar noch reimt:

geborn in der Schweiz
vertrieben vom Geiz ...

11:12 vorm.  
Blogger Oles wirre Welt said...

Emil Steinberger war ja auch Schweizer.

1:39 nachm.  
Blogger kein einzelfall said...

@herr gastgeber: Oh. Ich dachte, Hedwig steht Ihnen nahe, und damit auch die Kathedrale. Das stellt sich nun als Unterstellung heraus. Schade eigentlich. Hätte ich doch besser auf die Harry-Potter-Eule-Variante gesetzt.

7:39 nachm.  

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